Neue Spaß-Attacken am Montagabend
21.45 - Sat 1

Mit «Deutschlands dümmste Gauner» kommt heute ein neues Gesicht auf den Bildschirm.
Sat 1 hat Tommy Wosch als Moderator für sechs Folgen verpflichtet.
Der 30jährige gebürtige Münchner lebt seit knapp vier Jahren in Berlin und präsentiert jetzt die Mißgeschicke kleiner Ganoven.
In Berlin und Brandenburg ist Tommy Wosch kein Unbekannter mehr.
Nach einigen Jahren Radio-Erfahrungen in Bayern zog es ihn zu Radio «Fritz» nach Potsdam, dem «Avantgarde-Radio»,
wie er den Kultsender bezeichnet.
Zur Zeit moderiert Wosch, der die «versteckte Herzlichkeit Berlins unheimlich spannend» findet,
im Morgenprogramm von Fritz» und verbreitet außerdem gute Laune bei einer Call-in-Sendung.

Für «Deutschlands dümmste Gauner» interviewte er Täter, Opfer und die Polizei zu skurrilen Kriminalfällen,
die von Schauspielern nachgestellt werden.
Da gibt es Bankräuber, die vergessen haben, wo ihr Fluchtauto steht, oder Diebe, die an ihrer Tarnung fast erstickt wären.
Mit der versteckten Kamera testete der Moderator zudem, wie leicht die Leute zur Mittäterschaft verführt werden können.
Die komische Wirkung der Fälle entsteht vor allem durch ihre Authentizität.
Wosch: «Man stelle sich nur vor, ein Gauner berichtet über sein eigenes Mißgeschick.»

Zusammen mit Sat 1 arbeitet der studierte Jurist derzeit noch an zwei anderen Sende-Formaten.
Auch dabei handele es sich um eine Mischung von realen und Comedy-Szenen. S. L.

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Die schönsten Streitfälle am Gartenzaun
21.15 - Sat 1

88 Prozent der Deutschen mögen, statistisch gesehen, ihre Nachbarn. In der neuen Sat 1-Reihe «Gute Nachbarn,
schlechte Nachbarn" geht es um die restlichen 12 Prozent. Dirk Engelhard sprach mit Moderator Tommy Wosch (31),
der für Sat 1 auch «Deutschlands dümmste Gauner» betreut.

Berliner Morgenpost: Haben Sie auch Ärger mit Nachbarn?

Tommy Wosch: Nein. Ich habe eine wahnsinnig gute Nachbarin, Oma Hellriegel, die wohnt über uns.
Und dann habe ich viele böse Nachbarn, die uns den Seezugang verwehren.

Welche Erwartung haben die Nachbar-Hasser, deren Streit sie zeigen, an die Sendung?

Wosch: Sie hoffen, daß ihnen endlich auf diese Art und Weise Gerechtigkeit widerfährt.
Das suggerieren wir denen zwar nicht, aber sie denken, wenn sie mit Inbrunst vorgetragen haben,
was der andere für ein böses Schwein ist, wird ihnen ihr Recht zuteil.
Vor Gericht waren sie meistens schon, die Polizei kommt auch nicht mehr vorbei.
Da bleibt eben nur noch das Fernsehen.

Wo streiten sich Deutschlands Nachbarn am meisten?

Wosch: Das absolute Krisengebiet liegt in Mecklenburg-Vorpommern. Dort geht es meist um Grund und Boden.
Generell habe ich den Eindruck, daß die Ostdeutschen mehr streiten als die Westdeutschen.

Wer treibt es schlimmer: die Männer oder die Frauen?

Wosch: Wenn jemand zuhaut, dann sind es meistens die Frauen. Wenn die Kamera läuft, legen die erst richtig los.
Die Männer nuscheln meist etwas in ihren Bart und grölen erst weiter, wenn wir wieder weg sind.

Lösen Sie auch Konflikte?

Wosch: Nein, das ist meist auch gar nicht möglich. Die Streitereien liegen oft schon seit Jahrzehnten in der Luft.
Wir sind ein klassisches Reportermagazin.